Samstag, 18. April 2015
Dr. Müller-Wohlfahrt verlässt den FC Bayern München!
Am Donnerstag ging eine 38 Jahre währende Ära zu Ende: Nach einem offenbar heftigen Streit mit den Verantwortlichen des Vereins aufgrund der 1:3 Niederlage gegen den FC Porto im Viertelfinale der Champions League trat Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt trat als Mannschaftsarzt des FC Bayern München zurück. Wo liegen die Gründe für diese drastische Maßnahme der medizinischen Koryphäe, der Spitzensportler aus aller Welt vertrauen? Welche Folgen hat dieser Verlust für den FC Bayern?

Eins ist sicher: Dieser Rücktritt schlug beinahe höhere Wellen als der Rückzug von Jürgen Klopp als Trainer des BVB. Sofort wurde das schon lange zerrüttete Verhältnis zwischen Trainer Pep Guardiola und dem Arzt als Ursache für diese Entscheidung vermutet. Und in der Tat, seit Monaten schwelte ein Machtkampf zwischen den beiden: Guardiola war es schon lange ein Dorn im Auge, dass Müller-Wohlfahrt bei den Trainingseinheiten nicht zugegen war, um bei etwaigen Verletzungen sofort mit der Behandlung zu beginnen. Die Spieler mussten in die Münchner Innenstadt zur Praxis des Arztes fahren. Der Verein versuchte, zu schlichten: Seit einigen Wochen war Kilian Müller-Wohlfahrt bei jedem Training an der Säbener Straße, um medizinische Erstbehandlung bieten konnte. So sollte sowohl Guardiola zufriedengestellt werden und Müller-Wohlfahrt verlor nicht sein Gesicht, vor dem katalanischen Trainer einzuknicken.


Auch bei der Behandlung des lange Zeit verletzten Thiago gerieten die beiden aneinander. Guardiola war die Behandlung seines Lieblingsspielers nicht schnell genug, er riet seinem Schützling zur Behandlung in Barcelona, wo Kortison zum Einsatz gekommen sein soll. Die Folge ist bekannt, das Innenband riss wieder, Thiago fiel weiterhin viele Monate lang aus.

Doch nun, nach der mehr als enttäuschenden Niederlage gegen Porto, mit einem extrem verletzungsgeschwächten Kader, scheint das Band gerissen. Nicht nur zwischen dem Trainer und dem so lange hochgeschätzten Arzt, der gesamte Verein scheint sein Vertrauen in Müller-Wohlfahrt verloren zu haben. Wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf, soll Karl-Heinz Rummenige den Vereinsarzt nach der Niederlage in Porto extrem kritisert haben. Und in der Tat muss sich der 72-Jährige hinterfragen: Warum fällt ein Franck Ribery mittlerweile schon wochenlang aus, obwohl nur ein paar Tage vonnöten sein sollten, um die Sprunggelenksverletzung zu kurieren? Aus der Sicht eines medizinischen Laien könnten einige Behandlungsmethoden zu konservativ erschienen haben, was im Profisport eine deutliche Schwächung sein kann.

Es bleibt spannend, wie die Zukunft des FC Bayern aussehen wird. Müller Wohlfahrt erfreut sich bei vielen Spielern großer Beliebtheit, auch Spitzensportler wie Usain Bolt vertrauen sich ihm an. Der letzte Rücktritt des Arztes war übrigens kein gutes Omen für den Trainer des FC Bayern: Auch Jürgen Klinsmann hatte sich mit ihm zerstritten. Am Ende musste Klinsmann gehen, Müller Wohlfahrt kehrte zurück.

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Donnerstag, 19. Juni 2014
Das Ende einer großen Generation
Gestern Abend war es besiegelt: Spanien scheidet nach einem 0:2 gegen Chile in der Vorrunde der Weltmeisterschaft 2014 aus. Spielerisch von den Niederlanden gedemütigt und von Chile schlussendlich entzaubert, spricht man nun vom Ende einer Ära. Das ist es nicht, aber definitiv das Ende einer Generation.
Die großen Namen dieser wohl besten Nationalmannschaft aller Zeiten, die die Europameisterschaften von 2008 und 2012, sowie die WM 2010 gewann, wird man wohl nie vergessen. Iker Casillas, der heilige Iker, einer der weltbesten Torhüter der letzten Jahre. Das so passstarke Mittelfeld mit den kongenialen Partnern Xavi und Iniesta, die auch das Spiel von Barcelona in den vergangenen Jahren prägten. Und doch geht auch ihre Zeit zuende. Casillas, Xabi Alonso, Xavi, vielleicht auch Iniesta, all diese Spieler haben ihren leistungsmäßigen Zenit überschritten. Dies wurde schon in den vergangenen zwei Jahren auf Vereinsebene deutlich, besonders in der letzten Saison. Der FC Barcelona beendete die Saison ohne einen Titel und mit diesem spielerischen Abstieg war auch der Niedergang der spanischen Nationalmannschaft zuknüpft.
Man spielte in den Spielen gegen die Niederlande und Chile einen trägen Ballbesitzfußball ohne jeden Zug zum Tor, nur in wenigen Momenten blitze die ohne Zweifel vorhandene Genialität eines Iniesta auf, doch nie sah man eine dieser wunderbaren Kombinationen bis in den Strafraum, die wir in den vergangenen Jahren von der spanischen Nationalmannschaft gewohnt waren. Diego Costa im Sturm wirkte wie ein Fremdkörper, abgekapselt von der Mannschaft. Torgefahr ging praktisch nur von Einzelaktionen einiger Spieler aus.
Auch defensiv wirkte man absolut nicht gefestigt. Sergio Busquets und Xabi Alonso gelang es kaum, eine Stabilität im defensiven Mittelfeld zu erzeugen und auch Pique und der bei Real Madrid in dieser Saison so starke Sergio Ramos ließen immer wieder gefährliche Freiräume offen, die vor allem gegen die Niederlande mit einem überragenden Arjen Robben gnadenlos ausgenutzt worden. Und auch Iker Casillas unterliefen einige haarsträubende Fehler, von der Unüberwindbarkeit vergangener Tage war nichts mehr zu sehen.
Doch nicht nur fehlende Leistungsfähigkeit einiger Spieler ist für dieses frühe Aussscheiden verantwortlich, auch die generelle Spielidee des großen Viscente del Bosque war nicht mehr konkurrenzfähig. Der Ballbesitzfußball, der auf endlose Kombinationen im Mittelfeld setzt wurde durch aggressives Pressing vor allem der Chilenen zunichte gemacht. Es war kein Spielaufbau möglich, da zu jeder Zeit der ballführende Spieler attackiert wurde und so oft zu Fehlpässen und damit zum Ballverlust gezwungen wurde.
Aber dennoch halte ich das Ende der spanischen Ära für unwahrscheinlich. Man hat unglaublich viele talentierte, junge Spieler in der Hinterhand, die letztes Jahr die U21-EM dominierten und auch gewannnen. Thaigo Alcantara vom FC Bayern München wird zusammen mit Koke von Atletico Madrid die neue kreative Schaltzentrale im Mittelfeld sein und im Angriff werden Spieler wie Jese oder Deolofeu für Torgefahr sorgen. Dieser Umbruch muss auch im Trainerteam geschehen. Del Bosque sollte für einen jüngeren Trainer mit neuen Spielideen Platz machen, denn ihm ist diese frühe Aus zu einem großen Teil zuzuschreiben. Anstatt schon nach dem Confederations Cup im letzten Jahr, wo man chancenlos gegen Brasilien verlor, den personellen Umbruch zu starten, setzte er weiter auf die großen Namen der letzten Jahre und das entschlüsselte Spielsystem, mit dem man ohne Frage unglaublich erfolgreich war. Aber in diesem Jahr bei dieser Weltmeisterschaft war es nicht mehr zeitgemäß und man scheidet vollkommen zurecht in der Vorrunde aus.

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Dienstag, 4. März 2014
Zwischenfazit des FC Bayern unter Pep Guardiola
Nun geht die Saison in die entscheidende Phase und die Bayern haben Guardiolas System verinnerlicht. Aktuell erkennt man die enorme Dominaz, die sich durch dieses Spielsystem entwickelt und durch das die Bayerns ehr schwer zu schlagen sind.
Der Ballbesitzfußball, der unter Lois van Gaal bei den Bayern eingeführt wurde und von Jupp Heynckes durch ein sehr effizientes Pressing ersetzt wurde, wurde nun von Guardiola perfektioniert. Anstatt eines 4-2-3-1 spielt man nun in einem 4-1-4-1, das heißt, es gibt nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler und einen weiteren offensiven Mann mehr.
Bei eigenem Ballbesitz rücken die beiden Außenverteidiger weit nach vorne auf und der defensive Mittelfeldspieler sichert hinten ab, wodurch aus einer Viererkette eine Dreierkette wird. Die beiden Außenverteidiger befinden sich nun im Offensivspiel nicht mehr nur an der Außenlinie und hinterlaufen die äußeren Mittelfeldspieler, sondern rücken ins Zentrum und bilden weitere Anspielstationen und eine Überzahl im Mittelfeld. Dies ist die Grundideevon Guardiola, mit einer Überzahl im Mittelfeld wird nun kombiniert und nach einer Lücke in der gegnerischen Defensive gesucht. Die offensiven Positionen sind dabei nicht starr auf eine Position fixiert, sondern rotieren sehr viel, was es für die gegnerische Defnesive schwer macht, dies zu verteidigen, da es nun für die Spieler schwierig ist, zu entscheiden, welchen Gegner sie decken können. Dabei führen die Kombinationen im besten Fall natürlich zu einem Tor. Guardiola hat hier nun noch zwei Optionen im Angriff. Er kann entweder mit Mandzukic im Sturm spielen, der in Zweikämpfen und Kopfballduellen eine Macht ist oder mit einem technisch überragenden Mann wie Mario Götze eine weitere Anspielstation schaffen, da dies kein klassicher Stürmer ist, sondern die "falsche Neun", also ein Stürmer, der sich weiter zurückzieht.
Im Falle des Ballverlustes verteidigen die Bayern sehr hoch und versuchen, die Gegner nicht zum Spielaufbau kommen zu lassen. Dabei wird der Ballführende sofort attackiert und im besten Fall wird der Ball so noch in der gegnerischen Hälfte zurückerobert.
Der Nachteil an diesem offensiven Verteidigen ist die Anfälligkeit für Konter. Wird die erste Verteidigungslinie überwunden, bleiben nur noch wenige defensive Spieler übrig und durch schnelles Angriffsspiel können so gefährliche Situationen entstehen.
Außerdem sind die Bayern anfällig, wenn sie im eigenen Aufbauspiel durch die Innenverteidiger attackiert werden. Dies wurde in Spielen gegen Nürnberg, Dortmund oder Red Bull Leipzig deutlich, die sogar 3:0 gewonnen haben.
Bisher war Guardiola jedoch mehr als erfolgreich. Die Bayern sind in allen drei Wettbewerben in einer guten Ausgangsposition und die Meisterschaft ist ihnen kaum noch zu nehmen. Die Spiele in der Champions League gegen Topmannschaften wie Real Madrid oder Barcelona versprechen einiges. Von diesen Bayern können wir noch viel erwarten!

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Die angebliche Dominanz der Bundesliga
Erinnern wir uns an den 25. Mai 2013. Das erste Champions League Finale mit zwei deutschen Teilnehmern, in dem sich bekanntermaßen der FC Bayern gegen den BVB durchsetzte. Überall hörte man in den Medien von der angeblichen Stärke der Bundesliga, zudem waren für die neue Saison mit den Bayern, dem BVB, Bayer Leverkusen und Schalke 04 vier deutsche Mannschaften für die Champions League qualifiziert. Und wie sieht es nun in der entscheidenden Phase der Saison aus? Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.
Der FC Bayern führt die Liga mit schon geradezu übermenschlichen 20 Punkten Vorsprung vor Leverkusen an. Dazu sind sie seit 48 Spielen ungeschlagen und es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass sie ungeschlagen Meister werden. Die Gegner scheinen sich schon vor dem Spiel aufzugeben, was zwar auch an der enormen Qualität der Bayern liegt, aber auch ein Armutszeugnis für die Liga ist. Nur wenige Teams, wie der 1. FC Nürberg, haben versucht, die Bayern durch frühes Pressing unter Druck zu setzen und hatten damit auch anfangs Erfolg, doch unterlagen letztendlich auch.
In der Champions League haben zwar alle vier deutschen Mannschaften das Achtelfinale erreicht, aber schon in der Gruppenphase haben Schalke und Leverkusen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Leverkusen unterlag zwei Mal gegen Manchester United und kam im Rückspiel sogar 0:5 unter die Räder. Dabei ist Manchester United in dieser Saison alles andere als stark, unter dem neuen Trainer David Moyes wird man den eigenen Ansprüchen absolut nicht gerecht. Auch Schalke unterleg zwei Mal gegen den FC Chelsea mit 0:3. Einzig die Bayern und der BVB zogen relativ souverän in das Achtelfinale ein. Und dort schlugen die Bayern Arsenal im Hinspiel mit 2:0, Dortmund schlug Zenith St. Petersburg mit 4:2. Schalke traf auf Real Madrid und unterlag der spanischen Spitzenmannschaft in einem desaströsen Spiel mit 1:6 und Leverkusen war gegen Paris St. Germain chancenlos und verlor 0:4. Damit können sich Schalke und Leverkusen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Champions verabschieden und es zeigt sich, dass außer Bayern und Dortmund keine Bundesligamannschaft auch nur annähernd mit der europäischen Spitzenklasse mithalten kann. Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen, wenn amn sich weiterhin hinter der Stärke der Bayern versteckt und ihre große Qualität als Ausrede für die Chancenlosigkeit im direkten Duell herhalten muss.

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Freitag, 30. August 2013
Europas Fußballer des Jahres 2013: Franck Ribery
Franck Ribery hat sich in der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres gegen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo durchgesetzt. Zwei Drittel der Journalisten stimmten für den Franzosen ab.
Ribery zeigte eine atemberaubende Leistung in der vergangenen Saison und war maßgeblich am Triple beteiligt.
Aber er stellte sich auch sehr in den Dienst der Mannschaft, und machte auch die Wege nach hinten mit. Diese Qualität vereint mit seiner schon vorher unbestrittenen, individuellen Klasse und seinem Erfolg mit dem FC Bayern waren ausschlaggebend für diese Auszeichnung.

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Champions League 2013/2014
Endlich ist es soweit! Die Gruppen für die Champions League Saison 2013/1014 sind am vergangenen Abend in Monaco ausgelost worden. Die 8 Gruppen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Gruppe A
Manchester United
Schachtar Donezk
Bayer Leverkusen
Real Sociedad

Stark besetzte Gruppe, in der sich meiner Meinung nach der englische Meister Manchester United durchsetzen wird. Bayer Leverkusen sollte in seiner momentan hervorragenden Verfassung die KO-Phase als Gruppenzweiter erreichen, während sich Donezk und Real Sociedad, die auch sicher keine Laufkundschaft sind, um den 3. Platz und somit die Europa League streiten werden.

Gruppe B
Real Madrid
Juventus Turin
Galatasaray Istanbul
FC Kopenhagen

In dieser Gruppe ist ein Zweikampf zwischen Juventus Turin und Real Madrid zu erwarten. Real Madrid hat noch nicht die 100%ige Form unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti erreicht, ist aber auf einem guten Weg zu dem attraktiven Fußball, den wir vom "weißen Ballett" gewohnt sind.
Juventus Turin spielte bereits in der letzten Saison eine gute Rolle in der Champions League, war aber gegen den späteren Sieger FC Bayern München klar unterlegen. Doch die Defensive des italienischen Meisters ist immer überragend und auch im Angriff werden sie, gelenkt vom meisterhaften Strategen Andrea Pirlo, immer gefährlich.
Auch Galatasaray Istanbul konnte im Virtelfinale gegen Real Madrid im Vorjahr ein Ausrufezeichen setzen, auch wenn sie doch verdient unterlagen. Dennoch sollten sie sich schlussendlich mit dem FC Kopenhagen unter dem ehemaligen Trainer des 1. FC Köln Ståle Solbakken um den 3. Platz in dieser Gruppe streiten.

Gruppe C
Paris Saint-Germain
Benfica Lissabon
RSC Anderlecht
Olympiakos Piräus

Hier sollte sich der von Nasser Al-Khelaifi unterstütze Pariser Klub durchsetzen, nachdem in diesem Jahr wieder namhafte Unterstützung durch Top-Stürmer Edinson Cavani zum Klub stieß.
Dahinter sehe ich Benfica Lissabon mit leichtem Vorteil gegenüber Anderlecht und Piräus.

Gruppe D
FC Bayern München
ZSKA Moskau
Manchester City
Viktoria Pilsen

In Gruppe D sollte sich der amtierende Champions League Sieger aus München durchsetzen, auch wenn derzeit unter dem neuen Trainer Pep Guardiola noch nach der endgültigen Stabilität in der Defensive gesucht wird. Nach den taktischen Umstellungen braucht es einfach Zeit, bis alle Automatismen greifen. Der härteste Konkurrent in dieser Gruppe sollte Manchester City sein, danach sollte ZSKA Moskau auf dem 3. Platz die Europa League erreichen.

Gruppe E
FC Chelsea
Schalke 04
FC Basel
Steaua Bukarest

In dieser Gruppe erwarte ich den FC Chelsea vorne, die wahrscheinlich wieder eine große Rolle unter dem zurückgekehrten Trainer Jose Mourinho spielen werden.
Schalke muss wieder seine Form finden, nachdem sie mit Mühe und Glück die Qualifikation geschafft haben. Immerhin wurde heute die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng bekannt gegeben wurde, womit Schalke ein wirklicher Transfer-Coup gelungen ist. Boateng ist ein ausgezeichneter Offensiv-Mann, technisch beschlagen und auch kämpferisch stark.
Der FC Basel hat schon in der letzten Saison eine ausgezeichnete Leistung in der Europa League vollbracht und sind erst im Halbfinale am späteren Sieger FC Chelsea gescheitert. Demnach sehe ich sie durchaus als großer Konkurrent für derzeit schwache Schalker, während Bukarest keine große Rolle spielen sollte.

Gruppe F
Arsenal London
Olympique Marseille
Borussia Dortmund
SSC Neapel

Diese Gruppe ist meiner Meinung nach die stärkste. Hier ist es schwer, eine Prognose abzugeben, da alle 4 Mannschaften große Qualität besitzen. Dennoch sollte sich der BVB durchsetzen, sie zeigen schon in dieser frühen Bundesliga Saison eine große Klasse. Dennoch wird es der interessanteste Kampf in dieser Gruppe.

Gruppe G
FC Porto
Atletico Madrid
Zenith Sankt Petersburg
Austria Wien

Die auf dem Papier unspektakulärste Gruppe. Immerhin sit nach 7 Jahren wieder ein österreichischer Verein in der Champions League vertreten. Hier sehe ich Atletico Madrid und den FC Porto vorn.

Gruppe H
FC Barcelona
AC Mailand
Ajax Amsterdam
Celtic Glasgow

Die Gruppe der früheren Meister, wie Franz Beckenbauer sie nannte. Auf jeden Fall eine sehr attraktive Gruppe. Interessant wird zu sehen, wie sich der FC Barcelona mit Messi und Neymar zeigt. Sie sind auf jedne Fall der große Favorit in dieser Gruppe, gefolgt vom AC Mailand.

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Dienstag, 6. August 2013
DFB-Pokal, 1. Runde
VfL Osnabrück : Erzgebirge Aue 3:0

Heidenheim : 1860 München 3:4 i.E.

RB Leipzig : Augsburg 0:2

Spfr. Baumberg : Ingolstadt 1:4

Aum.-Vegesack : Hoffenheim 0:9

Neckarsulmer SU: K'lautern 0:7

Lippstadt 08 : Bayer Leverkusen 1:6

Fortuna Köln : Mainz 05 1:2

Neustrelitz : SC Freiburg 0:2 n.V.

Magdeburg : Energie Cottbus 0:1

Wilhelmsh. : BVB Dortmund 0:3

Bahlinger SC : Bochum 1:3

1860 Rosenh. : VfR Aalen 0:2

Ein. Trier : 1. FC Köln 0:2

Karlsruhe : Wolfsburg 1:3

TSG Pfeddersh. : Gr. Fürth 0:2

1. FCSaarbrücken : Werder Bremen 3:1 n.V

Darmstadt 98 : M'gladbach 5:4 i.E.

Bielefeld 2:1 Eintracht Braunschweig

V. Hamburg : Hannover 0:2

SV SCHOTT : HSV 0:4

Wiedenbr. : Fortuna Düsseldorf 1:0

Rathenow : F SV Frankf. 1:3 n. V.

BFC Dynamo : Stuttgart 0:2

VfR Neumü. : Hertha BSC 2:3 n.V.

Illertissen : Frankfurt 0:2

Pr. Münster : St. Pauli 1:0

Sandhausen : 1. FC Nürnberg 4:3 i.E.

MSV Duisburg : Paderborn 2:3

Regensburg : Union Berlin 1:2

FC Nöttingen : FC Schalke 0:2

SW Rehden : FC Bayern München 0:5

Die erste Runde des DFB-Pokals ist vorbei, und mehrheitlich haben sich unterklassige Gegner gegen höherklassige Gegner wie erwartet nicht durchsetzen können. Doch auch in diesem Jahr gab es wieder einige Überraschungen, die den Grundsatz "Der Pokal hat seine eigenen Gesetze" bestätigen.
Dem Drittligisten aus Saarbrücken gelang die Sensation gegen Werder Bremen. Werder unterlag vollkommen unverdient und hatte nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch das Nachsehen und verlor in der Verlängerung mit 3:1. Nach dieser desolaten Leistung sind ernsthafte Sorgen um Werder in der kommenden Bundesligasaison begründet, scheinbar setzt sich der Absturz der ehemals so attraktiv spielenden Bremer Mannschaft durch. Falls es keine grundlegende Verbesserung gibt, droht sogar der Abstiegskampf.
Auch die Borussia aus Mönchengladbach schied gegen einen Drittligisten aus. Der SV Darmstadt 98 setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 durch, nachdem man vorher das 0:0 mit viel Engagement 120 Minuten lang verteidigt hatte. Gladbach hatte mit seinem Kombinationsspiel kaum Erfolg, ihnen fehlte die Durchschlagskraft.
Fortuna Düsseldorf aus der zweiten Liga musste sich dem Viertligisten aus Wiedenbrück geschlagen geben, nachdem diese in der 90. Minute nach eine Notbremse von Jantschke einen Elfmeter gewannen und das Spiel mit 1:0 für sich entschieden.
Auch Nürnberg unterlag im Elfmeerschießen, und zwar dem Zweitligisten aus Sandhausen. Am Ende hieß es 4:3.
Den Abschluss dieser Pokalrunde bildete die Partie zwischen dem SW Rehden und dem FC Bayern München. Der Triple Sieger gewann souverän mit 0:5.
Am 10. August findet die Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals statt, wir dürfen gespannt sein, auf wen die Überraschungsmannschaften der ersten Runde treffen, und ob ihnen eine weitere Überraschung gelingt.

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Montag, 1. Juli 2013
Confederations Cup Finale Brasilien - Spanien
Um 00.00 Mitteleuropäischer Zeit war es soweit: Das Traumfinale im Confed Cup wurde angepfiffen. Die Brasilianer wollten die Favoriten auf den WM-Titel schlagen und somit ein Jahr vor der WM ein Zeichen setzen.
Und dies gelang ihnen gleich in der 2. Minute: Nach einer groben Unaufmerksamkeit der spanischen Abwehr gelangt der Ball in den Strafraum zu Stürmer Fred, der, am Boden liegend, das 1:0 für die Brasilianer erzielt. Die spanische Mannschaft wirkte erschöpft und fand nicht in ihr Spiel, während die Selecao, euphorisiert durch das Finale in ihrer Heimat, immer wieder angriffen und dabei gut kombinierten. Ein überragender Neymar war nicht zu stoppen, ließ Spanier stehen und bediente mit genialen Pässen seine Mannschaftskollegen. In dieser Form will man Neymar erleben. In der 15. Minute hat Neymar die große Chance auf das 2:0, läuft allein auf Casillas im spanischen Tor zu, doch Rechtsverteidiger Arbeloa stoppt ihn mit einer Notbremse , eigentlich eine klare rote Karte, Arbeloa sieht jedoch nur gelb.
Neymar ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Brasilianer. Kurz vor der Pause erzielt er auch das 2:0 nach Pass von Oscar. Er lässt Casillas mit seinem wuchtigen Schuss keine Chance.
Kurz nach der Pause erhöht Fred auf 3:0, er schiebt den Ball sicher in die rechte, untere Ecke. Wiederum keine Chance für Casillas.
Die Spanier blieben fast chancenlos. Einzig zwei Großchancen für Pedro sind unter dem Strich zu wenig für den amtierenden Weltmeister, der den Brasilianern sowohl offensiv als auch defensiv klar unterlegen war. Mit dem 3:0 sind die Spanier noch gut bedient, vor allem nach der roten Karte gegen Innenverteidiger Pique. Die Angriffe der Brasilianer wirkten Konsequenter und auch in der Defensive sorgte unter anderem ein überragender David Luiz dafür, dass die Spanier kaum Chancen hatten.
Die spanische Mannschaft wirkte vollkommen erschöpft und ideenlos. Wie schon gegen Italien tat sich der Weltmeister gegen eine taktisch gut eingestellte Mannschaft schwer und ihr Kombinationsspiel wirkte unkreativ.
Noch bleibt ein Jahr bis zur Weltmeisterschaft in Brasilien, es wird sich zeigen, ob dies wirklich der Machtwechsel ist, der sich bereits auf Vereinsebene angedeutet hat, oder dies nur eine kleine Schwächeperiode ist.
Viscente del Bosque wird viel Arbeit haben, diese Mannschaft in seinem letzten Tunier als spanischer Nationaltrainer erneut zum Titel zu führen. Auch die deutsche Nationalmannschaft hofft auf eine Revanche.

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Freitag, 28. Juni 2013
Confederations Cup Halbfinale Spanien - Italien
Nun ist das Traumfinale perfekt: Gastgeber Brasilien trifft im Finale des Confed Cup auf Weltmeister Spanien. Die Spanier setzten sich nach kräfetezehrenden 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 7:6 durch.
Das Spiel verlief ohne viele Höhepunkte, mit eher langsamem Tempo, was auch der Hitze und Luftfeuchtigkeit in Fortaleza geschuldet war.
Die Italiener waren taktisch perfekt auf die Spanier eingestellt und standen in der Defensive perfekt.
Die Spanier agierten ideenlos, und schafften es selten, die italienische Defensive auszuhebeln und zum Abschluss zu kommen, wobei die wenigen Torchancen ungenutzt blieben. Einzig Andres Iniesta setzte Akzente, während sein kongenialer Partner Xavi blass blieb.
Nach 90 Minuten ging man in die Verlängerung und Spaniens Nationaltrainer Viscente del Bosque wechselte Javi Martinez vom FC Bayern für Fernando Torres ein. Aber Martinez bestzte nicht seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld, sondern agierte als Mittelstürmer, eine sehr überraschende Entscheidung von del Bosque.
Giovinco von Juventus Turin erzielte einen sehendwerten Pfostentreffer, auch diese große Chance blieb ungenutzt und in den letzten Minuten wirkten die Italiener vollkommen entkräftet, Verteider Chiellini wirkte stehend k.o.
Doch die Spanier konnten keine Entscheidung erzwingen und so ging es ins Elfmeterschießen.
Alle Schützen trafen, bis Verteider Bonucci antrat und den Ball über die Lotte schoss. Jesus Navas, künftig in den Diensten von Manchester City, konnte somit die Entscheidung herbeiführen und ließ Gianluigi Buffon im Tor der Italiener keine Chance. Spanien zog ins Finale ein, obwohl die Italiener im Spiel die besseren Akzente gesetzt haben und auch die besseren Chancen haben.
Doch die Spanier müssen im Finale zu ihrem genialen Spiel zurückfinden. Es scheint so, als wäre die Fußballwelt mittlerweile auf den Spielstil der Spanier eingestellt, was sich bereits auf Vereinsebene in der Champions League angedeutet hat. Doch die Spanier darf man keinesfalls unterschätzen, es kann ein spannendes Finale erwartet werden, am Sonntag um 00.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.
Die Brasilianer wollen unbedingt im eigenen Land gewinnen und damit ein Zeichen für die WM setzen, während die Spanier zum ersten Mal den Confed Cup gewinnen wollen.

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