Donnerstag, 27. Juni 2013
Die Probleme der brasilianischen Nationalmannschaft
sebastian_1994, 13:36h
In den bisherigen Spielen des Confed Cup hat die brasilianische Nationalmannschaft überzeugt. Ein 3:0 gegen ungefährliche Japaner, ein 2:0 gegen Mexiko und ein 4:2 gegen die Italiener. Vor allem Neymar, mit dem ich mich auch schon befasst hatte, konnte überzeugen.
Doch im gestrigen Halbfinale, das die Brasilianer glücklich mit 2:1 gegen Uruguay gewannen, zeigte sich die Selecao teilweise ungewohnt unkreativ. Die Mannschaft Uruguays, die eigentlich vor allem durch ihre Weltklasse-Offensive mit Forlan, Suarez und Cavani bekannt ist, stand defensiv ausgezeichnet. Vor allem der Stürmer vom SSC Neapel, Edinson Cavani, arbeitete oft bis zum eigenen Strafraum defensiv mit, und setzte damit vor allem Neymar unter Druck, der kaum einen Zweikampf für sich entscheiden konnte.
Uruguay hätte auch vollkommen verdient durch einen Elfmeter in Führung gehen können, doch Diego Forlan vergab diese riesige Chance und Julio Cesar im Tor der Brasilianer konnte den schlecht ausgeführten Elfmeter halten.
In der Defensive offenbarte die brasilianische Elf einige Schwächen und vor allem David Luiz vom FC Chelsea brachte seine Mannschaft mit einigen Unsicherheiten immer wieder in Bedrängnis. Für mich ist vollkommen unverständlich, wieso man in der Innenverteidigung auf David Luiz setzt, der bei Chelsea nur noch selten auf dieser Position agiert, anstatt auf Dante vom FC Bayern, der in der vergangenen Saison überragend verteidigte und der Stabilisator in der Münchner Hintermannschaft war.
Dennoch gingen die Brasilianer durch eine gute Aktion von Neymar, der einen langen Ball von Marcelo glänzend annahm und irgendwie zum Stürmer Fred weiterleiten konnte, der den Ball nicht voll traf, aber dennoch im Tor unterbringen konnte. Die Führung war glücklich und eigentlich auch unverdient, da Uruguay die bessere Mannschaft war.
Uruguay gelang dann der Ausgleich in der zweiten Halbzeit durch Edinson Cavani, der von einem missglückten Befreiungsschlag von David Luiz profitierte, den Linksverteidiger Marcelo stehen ließ und den Ball platziert ins Tor schoss.
In der Folge offenbarten die Uruguayer konditionelle Defizite und konnten kaum noch Angriffe einleiten. Die Brasililaner erlangten dadurch die Kontrolle über das Spiel und Paulinho köpfte in der 86. Minute nach einer Ecke das Tor zum 2:1 Endstand.
In dieser Partie offenbarten sich die Schattenseiten Neymars. Ich bin eigentlich ein Fan dieses jungen Spielers, er hat auf jeden Fall das Potential, einer der ganz großen zu werden, aber dazu muss einige Eigenschaften ablegen.
Stellenweise schien es so, als würde Neymar nur für sich selbst spielen. In den vergangenen Spielen agierte er sehr mannschaftsdienlich, und suchte häufig den gut postierten Mitspieler. Doch gestern ging er immer wieder ins Dribbling gegen mehrere Gegenspieler und verlor dabei immer wieder den Ball.
Außerdem beging er wieder einige Schwalben , für die er auch schon oft kritisiert wurde. Neymar ist vielen Gegenspielern aufgrund seiner geringen Masse natürlich unterlegen, aber oft lässt er sich einfach nur theatralisch fallen, um einen Freistoß zu schinden. Diese Verhaltensmuster muss er dringend ablegen, das ist einfach nur unsportlich und lenkt von seiner eigentlichen Genialität am Ball ab, für die er auch vom FC Barcelona geholt wurde. Aber Neymar ist noch jung, er wird von seinen zukünftigen Mannschaftskollegen und natürlich auch vom Trainer in Spanien noch einiges lernen können.
Heute um 21.00 Uhr findet das zweite Halbfinale zwischen Spanien und Italien statt, also die Neuauflage des EM-Finals von 2012.
Favorit sind hierbei die Spanier, die mittlerweile seit 25 Partien kein Länderspiel mehr verloren haben. Außerdem fehlt den Italienern ihr Torjäger, Mario Balotelli. Egal, wer der Gegner der Brasilianer wird, es wird mit Sicherheit nicht einfach für sie. Aber sie haben die Klasse, um diesen Confederations Cup zu gewinnen, der aber dennoch nur das Vorspiel zur Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land ist.
Doch im gestrigen Halbfinale, das die Brasilianer glücklich mit 2:1 gegen Uruguay gewannen, zeigte sich die Selecao teilweise ungewohnt unkreativ. Die Mannschaft Uruguays, die eigentlich vor allem durch ihre Weltklasse-Offensive mit Forlan, Suarez und Cavani bekannt ist, stand defensiv ausgezeichnet. Vor allem der Stürmer vom SSC Neapel, Edinson Cavani, arbeitete oft bis zum eigenen Strafraum defensiv mit, und setzte damit vor allem Neymar unter Druck, der kaum einen Zweikampf für sich entscheiden konnte.
Uruguay hätte auch vollkommen verdient durch einen Elfmeter in Führung gehen können, doch Diego Forlan vergab diese riesige Chance und Julio Cesar im Tor der Brasilianer konnte den schlecht ausgeführten Elfmeter halten.
In der Defensive offenbarte die brasilianische Elf einige Schwächen und vor allem David Luiz vom FC Chelsea brachte seine Mannschaft mit einigen Unsicherheiten immer wieder in Bedrängnis. Für mich ist vollkommen unverständlich, wieso man in der Innenverteidigung auf David Luiz setzt, der bei Chelsea nur noch selten auf dieser Position agiert, anstatt auf Dante vom FC Bayern, der in der vergangenen Saison überragend verteidigte und der Stabilisator in der Münchner Hintermannschaft war.
Dennoch gingen die Brasilianer durch eine gute Aktion von Neymar, der einen langen Ball von Marcelo glänzend annahm und irgendwie zum Stürmer Fred weiterleiten konnte, der den Ball nicht voll traf, aber dennoch im Tor unterbringen konnte. Die Führung war glücklich und eigentlich auch unverdient, da Uruguay die bessere Mannschaft war.
Uruguay gelang dann der Ausgleich in der zweiten Halbzeit durch Edinson Cavani, der von einem missglückten Befreiungsschlag von David Luiz profitierte, den Linksverteidiger Marcelo stehen ließ und den Ball platziert ins Tor schoss.
In der Folge offenbarten die Uruguayer konditionelle Defizite und konnten kaum noch Angriffe einleiten. Die Brasililaner erlangten dadurch die Kontrolle über das Spiel und Paulinho köpfte in der 86. Minute nach einer Ecke das Tor zum 2:1 Endstand.
In dieser Partie offenbarten sich die Schattenseiten Neymars. Ich bin eigentlich ein Fan dieses jungen Spielers, er hat auf jeden Fall das Potential, einer der ganz großen zu werden, aber dazu muss einige Eigenschaften ablegen.
Stellenweise schien es so, als würde Neymar nur für sich selbst spielen. In den vergangenen Spielen agierte er sehr mannschaftsdienlich, und suchte häufig den gut postierten Mitspieler. Doch gestern ging er immer wieder ins Dribbling gegen mehrere Gegenspieler und verlor dabei immer wieder den Ball.
Außerdem beging er wieder einige Schwalben , für die er auch schon oft kritisiert wurde. Neymar ist vielen Gegenspielern aufgrund seiner geringen Masse natürlich unterlegen, aber oft lässt er sich einfach nur theatralisch fallen, um einen Freistoß zu schinden. Diese Verhaltensmuster muss er dringend ablegen, das ist einfach nur unsportlich und lenkt von seiner eigentlichen Genialität am Ball ab, für die er auch vom FC Barcelona geholt wurde. Aber Neymar ist noch jung, er wird von seinen zukünftigen Mannschaftskollegen und natürlich auch vom Trainer in Spanien noch einiges lernen können.
Heute um 21.00 Uhr findet das zweite Halbfinale zwischen Spanien und Italien statt, also die Neuauflage des EM-Finals von 2012.
Favorit sind hierbei die Spanier, die mittlerweile seit 25 Partien kein Länderspiel mehr verloren haben. Außerdem fehlt den Italienern ihr Torjäger, Mario Balotelli. Egal, wer der Gegner der Brasilianer wird, es wird mit Sicherheit nicht einfach für sie. Aber sie haben die Klasse, um diesen Confederations Cup zu gewinnen, der aber dennoch nur das Vorspiel zur Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land ist.
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