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Donnerstag, 19. Juni 2014
Das Ende einer großen Generation
sebastian_1994, 16:37h
Gestern Abend war es besiegelt: Spanien scheidet nach einem 0:2 gegen Chile in der Vorrunde der Weltmeisterschaft 2014 aus. Spielerisch von den Niederlanden gedemütigt und von Chile schlussendlich entzaubert, spricht man nun vom Ende einer Ära. Das ist es nicht, aber definitiv das Ende einer Generation.
Die großen Namen dieser wohl besten Nationalmannschaft aller Zeiten, die die Europameisterschaften von 2008 und 2012, sowie die WM 2010 gewann, wird man wohl nie vergessen. Iker Casillas, der heilige Iker, einer der weltbesten Torhüter der letzten Jahre. Das so passstarke Mittelfeld mit den kongenialen Partnern Xavi und Iniesta, die auch das Spiel von Barcelona in den vergangenen Jahren prägten. Und doch geht auch ihre Zeit zuende. Casillas, Xabi Alonso, Xavi, vielleicht auch Iniesta, all diese Spieler haben ihren leistungsmäßigen Zenit überschritten. Dies wurde schon in den vergangenen zwei Jahren auf Vereinsebene deutlich, besonders in der letzten Saison. Der FC Barcelona beendete die Saison ohne einen Titel und mit diesem spielerischen Abstieg war auch der Niedergang der spanischen Nationalmannschaft zuknüpft.
Man spielte in den Spielen gegen die Niederlande und Chile einen trägen Ballbesitzfußball ohne jeden Zug zum Tor, nur in wenigen Momenten blitze die ohne Zweifel vorhandene Genialität eines Iniesta auf, doch nie sah man eine dieser wunderbaren Kombinationen bis in den Strafraum, die wir in den vergangenen Jahren von der spanischen Nationalmannschaft gewohnt waren. Diego Costa im Sturm wirkte wie ein Fremdkörper, abgekapselt von der Mannschaft. Torgefahr ging praktisch nur von Einzelaktionen einiger Spieler aus.
Auch defensiv wirkte man absolut nicht gefestigt. Sergio Busquets und Xabi Alonso gelang es kaum, eine Stabilität im defensiven Mittelfeld zu erzeugen und auch Pique und der bei Real Madrid in dieser Saison so starke Sergio Ramos ließen immer wieder gefährliche Freiräume offen, die vor allem gegen die Niederlande mit einem überragenden Arjen Robben gnadenlos ausgenutzt worden. Und auch Iker Casillas unterliefen einige haarsträubende Fehler, von der Unüberwindbarkeit vergangener Tage war nichts mehr zu sehen.
Doch nicht nur fehlende Leistungsfähigkeit einiger Spieler ist für dieses frühe Aussscheiden verantwortlich, auch die generelle Spielidee des großen Viscente del Bosque war nicht mehr konkurrenzfähig. Der Ballbesitzfußball, der auf endlose Kombinationen im Mittelfeld setzt wurde durch aggressives Pressing vor allem der Chilenen zunichte gemacht. Es war kein Spielaufbau möglich, da zu jeder Zeit der ballführende Spieler attackiert wurde und so oft zu Fehlpässen und damit zum Ballverlust gezwungen wurde.
Aber dennoch halte ich das Ende der spanischen Ära für unwahrscheinlich. Man hat unglaublich viele talentierte, junge Spieler in der Hinterhand, die letztes Jahr die U21-EM dominierten und auch gewannnen. Thaigo Alcantara vom FC Bayern München wird zusammen mit Koke von Atletico Madrid die neue kreative Schaltzentrale im Mittelfeld sein und im Angriff werden Spieler wie Jese oder Deolofeu für Torgefahr sorgen. Dieser Umbruch muss auch im Trainerteam geschehen. Del Bosque sollte für einen jüngeren Trainer mit neuen Spielideen Platz machen, denn ihm ist diese frühe Aus zu einem großen Teil zuzuschreiben. Anstatt schon nach dem Confederations Cup im letzten Jahr, wo man chancenlos gegen Brasilien verlor, den personellen Umbruch zu starten, setzte er weiter auf die großen Namen der letzten Jahre und das entschlüsselte Spielsystem, mit dem man ohne Frage unglaublich erfolgreich war. Aber in diesem Jahr bei dieser Weltmeisterschaft war es nicht mehr zeitgemäß und man scheidet vollkommen zurecht in der Vorrunde aus.
Die großen Namen dieser wohl besten Nationalmannschaft aller Zeiten, die die Europameisterschaften von 2008 und 2012, sowie die WM 2010 gewann, wird man wohl nie vergessen. Iker Casillas, der heilige Iker, einer der weltbesten Torhüter der letzten Jahre. Das so passstarke Mittelfeld mit den kongenialen Partnern Xavi und Iniesta, die auch das Spiel von Barcelona in den vergangenen Jahren prägten. Und doch geht auch ihre Zeit zuende. Casillas, Xabi Alonso, Xavi, vielleicht auch Iniesta, all diese Spieler haben ihren leistungsmäßigen Zenit überschritten. Dies wurde schon in den vergangenen zwei Jahren auf Vereinsebene deutlich, besonders in der letzten Saison. Der FC Barcelona beendete die Saison ohne einen Titel und mit diesem spielerischen Abstieg war auch der Niedergang der spanischen Nationalmannschaft zuknüpft.
Man spielte in den Spielen gegen die Niederlande und Chile einen trägen Ballbesitzfußball ohne jeden Zug zum Tor, nur in wenigen Momenten blitze die ohne Zweifel vorhandene Genialität eines Iniesta auf, doch nie sah man eine dieser wunderbaren Kombinationen bis in den Strafraum, die wir in den vergangenen Jahren von der spanischen Nationalmannschaft gewohnt waren. Diego Costa im Sturm wirkte wie ein Fremdkörper, abgekapselt von der Mannschaft. Torgefahr ging praktisch nur von Einzelaktionen einiger Spieler aus.
Auch defensiv wirkte man absolut nicht gefestigt. Sergio Busquets und Xabi Alonso gelang es kaum, eine Stabilität im defensiven Mittelfeld zu erzeugen und auch Pique und der bei Real Madrid in dieser Saison so starke Sergio Ramos ließen immer wieder gefährliche Freiräume offen, die vor allem gegen die Niederlande mit einem überragenden Arjen Robben gnadenlos ausgenutzt worden. Und auch Iker Casillas unterliefen einige haarsträubende Fehler, von der Unüberwindbarkeit vergangener Tage war nichts mehr zu sehen.
Doch nicht nur fehlende Leistungsfähigkeit einiger Spieler ist für dieses frühe Aussscheiden verantwortlich, auch die generelle Spielidee des großen Viscente del Bosque war nicht mehr konkurrenzfähig. Der Ballbesitzfußball, der auf endlose Kombinationen im Mittelfeld setzt wurde durch aggressives Pressing vor allem der Chilenen zunichte gemacht. Es war kein Spielaufbau möglich, da zu jeder Zeit der ballführende Spieler attackiert wurde und so oft zu Fehlpässen und damit zum Ballverlust gezwungen wurde.
Aber dennoch halte ich das Ende der spanischen Ära für unwahrscheinlich. Man hat unglaublich viele talentierte, junge Spieler in der Hinterhand, die letztes Jahr die U21-EM dominierten und auch gewannnen. Thaigo Alcantara vom FC Bayern München wird zusammen mit Koke von Atletico Madrid die neue kreative Schaltzentrale im Mittelfeld sein und im Angriff werden Spieler wie Jese oder Deolofeu für Torgefahr sorgen. Dieser Umbruch muss auch im Trainerteam geschehen. Del Bosque sollte für einen jüngeren Trainer mit neuen Spielideen Platz machen, denn ihm ist diese frühe Aus zu einem großen Teil zuzuschreiben. Anstatt schon nach dem Confederations Cup im letzten Jahr, wo man chancenlos gegen Brasilien verlor, den personellen Umbruch zu starten, setzte er weiter auf die großen Namen der letzten Jahre und das entschlüsselte Spielsystem, mit dem man ohne Frage unglaublich erfolgreich war. Aber in diesem Jahr bei dieser Weltmeisterschaft war es nicht mehr zeitgemäß und man scheidet vollkommen zurecht in der Vorrunde aus.
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